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Energie- und
Sachverständigenbüro

Energieeinsparung Altbau

Aus Klimaschutzgründen muss der fossile Energieverbrauch stark eingeschränkt werden. Insofern sollten z.B. bei einem Bürogebäude Dämmstärken wie in untenstehender Abbildung angestrebt werden..

Querschnittsansicht Altbau mit Dämmung
Querschnittsansicht Altbau mit Dämmung

Die Außenwände von vielen alten Gebäuden können mit einem Dämmstoff vollgeblasen werden. Diese so genannte Kerndämmung bringt meist schon eine Energieeinsparung von 20 % und amortisiert sich oft schon in 5 Jahren. Allerdings erlaubt die zur Verfügung stehende Hohlschicht nur eine Dämmstärke von 5 bis 7 cm, was nach heutigen Maßstäben zu dünn ist. Wirtschaftlich sinnvoll sind Dämmstärken in den Wänden von 15 bis 25 cm. In supergedämmten Passivhäusern sind sogar Dämmstärken von 40 cm üblich (s. Grafik). Es ist also durchaus empfehlenswert, die Kerndämmung noch durch eine Außendämmung (Wärmedämmverbundsystem) oder Innendämmung zu ergänzen.

Die Bodenplatte zum Erdreich oder zum unbeheizten Keller sollte mindestens 10 cm dick gedämmt werden, z.B. durch Anbringen von Dämmplatten unter der Keller- oder Kriechkellerdecke. Der Kelleraufgang muss dabei ebenfalls gedämmt werden.

Ist das Dach nicht ausgebaut, genügt es die Decke zum unbeheizten Dach 25 bis 40 cm dick zu dämmen. Bei ausgebautem Dachgeschoss muss das Dach von außen geöffnet werden. In der Regel werden die Sparren aufgedoppelt und der Sparrenzwischenraum mit Dämmstoff verfüllt. Über den Sparren wird eine weitere Dämmschicht angebracht. Wir empfehlen als Dämmstoffe Zelluloseflocken zwischen und Holzweichfaserplatten über den Sparren. Diese naturnahen Dämmstoffe bieten gleichzeitig einen guten Hitzeschutz im Sommer.

Bis 1994 wurden Fenster und Türen meistens mit Isolierglas ausge­stattet, durch die etwa dreimal so viel Wärme verschwindet wie durch heutige Fenster mit dreifach-Verglasung. Sind die alten Fenster auch noch undicht, sind die Verluste noch weitaus höher. Wenn die Rahmen noch dicht und in Ordnung sind, lohnt es sich die Scheiben gegen 2-fach Wärmeschutzglas auszutauschen. Auch bei Haustüren sollte auf einen guten Wärmeschutz geachtet werden.

Die Grafik zeigt das Einsparpotenzial der einzelnen Sanierungsmaßnahmen bei einem Gebäude von 1975. Durch eine Rundum-Dämmung geht der Energieverbrauch um rund 50% zurück. Eine weitere Halbierung ist möglich, wenn dazu eine moderne Heizungsanlage und gegebenenfalls eine thermische Solaranlage installiert werden. Optimalerweise werden die Heizungsanlage und alle warmen Rohrleitungen innerhalb der gedämmten Hülle des Gebäudes installiert, damit die unvermeidbaren Leitungs- und Kesselverluste den dort arbeitenden Menschen zugutekommen.

Durch die Sanierung eines alten Gebäudes und der Heizungsanlage sinken die jährlichen Heizkosten um 70 bis 90 % (s. Grafik). Mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage gehen die Kohlendioxidemissionen sogar gegen null.

Durch die Dämmung werden die Oberflächentemperaturen im Haus wesentlich angehoben, so dass Schimmelprobleme der Vergangenheit angehören. Höhere Wandtemperaturen werden als angenehm empfunden, so dass die Wohnqualität erheblich gesteigert wird.

Balkendiagramm zur Gegenüberstellung des Heizenergieverbrauchs

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